Erholungspfad statt Ampelquerung

Seit der Brückenrestauration an der K23 Wittenberger Straße ist der Krückauwanderweg auf dem Teil, der unter der Kreisstraße entlang führt, offiziell gesperrt. Die FDP sieht in der geplanten Ampellösung Nachteile für alle Verkehrsteilnehmer.

 

Anstatt der Wiederherstellung des ursprünglichen Weges, welcher ein Unterqueren der Kreisstraße entlang der Krückau ermöglicht, plant die Verwaltung den Bau einer Ampel.

Seit vielen Jahren wurde der Weg unter der Brücke an der Wittenberger Straße unter anderem durch Wanderer und Schüler genutzt. Dabei war die Höhe unter der Brücke schon damals gering, auch wurde der Weg bei Hochwasser der Krückau regelmäßig überflutet. Der Krückauwanderweg ist Verkehrsweg und Erholungsgebiet in einem und bildet eine wichtige Verbindung zwischen Elmshorn, Barmstedt und den Umlandgemeinden.

 

Wanderer und Radfahrer müssen künftig einen weniger schönen Umweg nehmen und sollen an einer Bedarfsampel warten. Mit nur 300 m Entfernung zur Ampel an der nächsten Kreuzung mit der Kaltenweide würde die Fußgängerampel den Autoverkehr verlangsamen. Zudem entstehen unnötige Kosten, die an anderer Stelle zur wirklichen Verbesserung der Schul- und Radwegesituation besser einzusetzen wären.

 

FDP-Mitglied John Behrens stellte bei einer Ortsbegehung fest, dass das Passieren der Unterführung derzeit möglich ist. Die Höhe beträgt aktuell 2,20-2,30 m, sodass selbst sehr große Radfahrer sich nicht den Kopf stoßen können. Neben ihm Mitglied passierten auch Jogger, Spaziergänger mit Hund und ein anderer Radfahrer den eigentlich gesperrten Trampelpfad. Damit der Wanderweg wieder so gut wie vorher passierbar ist, wären laut ihm lediglich eine Befestigung des Wegs mittels einfacher Baumaßnahmen sowie die Beseitigung von Schotter und Schrottteilen vor Ort nötig.

 

Nach Ansicht der Verwaltung ist die Unterführung als Radweg nicht mehr genehmigungsfähig. Die FDP Elmshorn sieht den Krückauwanderweg jedoch nicht als Radweg im städtischen Sinne, sondern als Wanderweg. Deshalb sollte laut Liberalen die Stadt vor Errichtung einer Ampelanlage erneut prüfen, ob eine Freigabe zumindest für Fußgänger im Rahmen des Wanderwegs möglich ist. Als offizieller Radweg biete sich, von Norden kommend, die Ausweisung über den Höselweg sowie, von Süden kommend, über die Köllner Chaussee an.

 

Nach Möglichkeit soll der Weg wiederhergestellt werden. Investition und Wartungskosten für eine Ampelquerung sind einzusparen und lieber an anderer Stelle sinnvoller zu investieren. Die FDP setzt sich auf Bundes- und Landesebene für eine Deregulierung ein. Auch auf kommunaler Ebene wollen die Liberalen für einen pragmatischen Umgang mit diesen Vorschriften eintreten. Das Problem der Unterführung ist dabei ein gutes Beispiel, wie eine Überregulierung die Lebensqualität der Menschen senkt und Kosten für öffentliche Haushalte der Kommunen in die Höhe treibt.