"Stadt Elmshorn soll auf 20 neue Kindergartenplätze verzichten" - FDP stellt die Qualität in den Vordergrund

Der AKJS spricht sich gegen den Bau von 20 zusätzlichen Elementarplätzen aus. Wieso verhindert der Ausschuss dringend benötigte Plätze? Diese Frage stellen sich sicherlich viele betroffene Familien. 

Das Wohl der Kinder hat die Entscheidung der FDP maßgeblich beeinflusst. Wir wollen die beste Bildung für unsere Kinder und dazu gehören (in der beabsichtigten Bewegungs-KiTa) auch die nötigen Räume und das passende pädagogische Konzept

 


Der AKJS spricht sich gegen den Bau von 20 zusätzlichen Elementarplätzen aus. Wieso verhindert der Ausschuss dringend benötigte Plätze? Diese Frage stellen sich sicherlich viele betroffene Familien.

 

Es ist richtig, das die Politik sich ein sehr ambitioniertes Ziel gesetzt hat und bis 2020 eine Versorgungsquote im Elementarbereich von 100 % und von 60% im Krippenbereich erreichen möchte. Leider wurde dieser Beschluss ohne die Stimmen der CDU gefasst. Diese geht weiterhin davon aus das eine Versorgung von 98% (Elementar) bzw. unter 40% (Krippe) ausreichend sei.

 

Die Quote im Elementarbereich ist weitestgehend erreicht. Die anderen Parteien sprechen sich weiter dafür aus 100% Versorgung in Einrichtungen (keine Elementarplätze mehr bei der Tagespflege) zu erreichen, was für die Ausbauziele und für die Flexibilität in den Einrichtungen einen großen Unterschied bedeutet.
Daher entstand nun große Verwunderung, dass die CDU nun dringend weitere Plätze fordert, da sie bisher in diesem Bereich eher zurückhaltend agiert hat.

 

 

Im Fall des Umbaus der Paul-Dohrmann-Schule hat sich der Ausschuss nach intensiver Diskussion gegen die Schaffung von 20 Elementarplätzen ausgesprochen, dafür sprechen vielfältige Gründe:

 

Ein Bewegungskindergarten reduziert sich nicht nur auf eine Sporthalle und einen großen Außenbereich. Vielmehr geht es hier um das Gesamtkonzept – Bewegung soll gelebt werden. Spontane Bewegungsmomente auch in den Gruppen und im Gruppenalltag zu ermöglichen, geht nur, wenn die Räume möglichst großzügig sind.

 

Um das pädagogische Konzept perfekt umzusetzen werden zusätzliche Differenzierungsräume zusätzlich zu den Gruppenräumen benötigt, diese würden bei einer Erweiterung um eine Elementargruppe der Einrichtung zum Opfer fallen und es damit den Pädagogen erschweren das gewünschte Konzept umzusetzen.

Die CDU Schleswig Holstein spricht sich in dem Koalitionsvertrag der Jamaikakoalition deutlich für eine Qualitätssteigerung in den Kindertagesstätten aus und stellt dafür in den nächsten Jahren 70 Mio. € zur Verfügung, die Stadt-CDU sieht das anscheinend anders – Quantität vor Qualität?
Es wird versucht auf Kosten der Kinder und auf Kosten des innovativen Konzeptes möglichst schnell, möglichst viele Kinder unterzubringen. Pascal Mangels: „Diesen Weg gehen wir als FDP nicht mit!“

Die Finanzen sind immer wieder Beratungsgegenstand und leider wird es auch immer häufiger als letztes, als entscheidendes Argument in der politischen Diskussion angewendet. In diesem Fall sollte klargestellt werden, dass dem Haushalt keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung stehen würden, sondern dieser mit weitaus höheren Kosten belastet würde. Es gäbe einmalig mehr Zuschuss zum Ausbau einer Gruppe mehr – die laufenden Kosten tragen, wie bei jeder anderen Kita auch Stadt/Kreis/Land/Eltern.

 

Das wohl der Kinder hat die Entscheidung der FDP maßgeblich beeinflusst. Wir wollen die beste Bildung für unsere Kinder und dazu gehören auch die nötigen Räume und das passende pädagogische Konzept.