Lärmaktionsplan für die Bahnstrecken - Elmshorner FDP ruft zur Beteiligung auf

Europaweit soll die Lärmaktionsplanung auf Grundlage der Lärmkartierung und unter Beteiligung der Öffentlichkeit das Ziel haben, die Lärmbelastung zu senken. Auch das Eisenbahnbundesamt führt nun eine Lärmaktionsplanung für die Schienenwege durch. In der bis 30. Juni verlängerten ersten Phase der Lärmaktionsplanung können sich die Betroffenen zur ihrer persönlichen Belastungssituation durch Schienenverkehrslärm einbringen. Hierzu ist eine Internetseite unter http://www.laermaktionsplanung-schiene.de eingerichtet.

 

Die Elmshorner FDP möchte die Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigen, Hinweise auf Lärmbelästigungen entlang der Bahnstrecke zu geben.

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Europaweit soll die Lärmaktionsplanung auf Grundlage der Lärmkartierung und unter Beteiligung der Öffentlichkeit das Ziel haben, die Lärmbelastung zu senken. Die Zuständigkeit der Lärmaktionsplanung ist in Abhängigkeit von den Quellen aufgeteilt, so ist für eine Lärmaktionsplanung zum Straßenverkehrslärm die Stadt Elmshorn zuständig, seit dem 1. Januar 2015 für Bahnstrecken das Eisenbahn-Bundesamt (EBA). Bis Mitte 2016 soll ein erster Pilot-Lärmaktionsplan erstellt werden, der Grundlage für weitere Lärmaktionsplanungen an den Eisenbahnstrecken ist. Beginnend im Jahre 2018 soll dann die bundesweite Lärmaktionsplanung in einem fünfjährigen Zyklus durchgeführt werden.

 

Das Eisenbahn-Bundesamt hatte bereits zum 15. April 2015 mit der ersten bundesweiten Öffentlichkeitsbeteiligung zur Lärmaktionsplanung begonnen. Bürgerinnen und Bürger können nun an einer Befragung im Internet teilnehmen und sich damit an der Erstellung des Lärmaktionsplans beteiligen. In der bis 30. Juni verlängerten ersten Phase können sich die Betroffenen zur ihrer persönlichen Belastungssituation durch Schienenverkehrslärm einbringen. Hierzu ist eine Internetseite unter http://www.laermaktionsplanung-schiene.de eingerichtet.

 

Die Elmshorner FDP möchte die Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigen, Hinweise auf Lärmbelästigungen entlang der Bahnstrecke zu geben. Neben den eigentlichen Fahrgeräuschen können auch Hinweise auf zum Beispiel laute Brücken sowie Geräusche an Weichen und Schienenstößen gemeldet werden. Gerade diese Parameter werden meist nur teilweise von den Lärmberechnungen erfasst. Diese Berechnungen sind zum Beispiel auch die Grundlage des kommenden Lärmschutzes im Elmshorner Stadtgebiet, vergleichbar mit den derzeit in Pinneberg laufenden Maßnahmen.

 

Es kann zu befürchten sein, dass in Zukunft weitergehende Schallschutzmaßnahmen deutlich stärker auch nach den gemeldeten Betroffenheiten priorisiert werden. Daher sollte auch aus Elmshorn ein deutliches Signal kommen, dass das Thema „Lärm“ entlang der Bahnstrecke in Elmshorn ein Problem ist. Derzeit gibt es lediglich 2 Beiträge aus Elmshorn, in anderen Gemeinden in Schleswig-Holstein gibt es derzeit bereits deutlich mehr Meldungen, so etwa über 60 in Rendsburg oder über 100 Kommentare in Büchen. In ganz Deutschland wurden inzwischen über 8.500 Beiträge verfasst.