Rathaus mit Kita und Krippe?

S. Hofschlaeger  / pixelio.de
S. Hofschlaeger / pixelio.de

Mit einem ungewöhnlichen Vorschlag meldet sich Elmshorns FDP zu Wort. Die Liberalen schlagen vor, den geplanten Elmshorner Rathaus-Neubau um eine Kita mit Krippe zu ergänzen. Die Fortschreibung des Kita-Bedarfsplanes, so das bürgerliche FDP-Mitglied Pascal Mangels, habe einen erhöhten Bedarf an Plätzen für unter und über Dreijährige im Zentrum der Stadt festgestellt. Da die Kirche kürzlich erklärt habe, im neuen Zentrum an der Kirchenstraße nun doch keine Kita bauen zu wollen, fehle es in der City an Krippen- und Kita-Plätzen.

Eine Kita mit Krippe auf Vormstegen wäre für alle gut, sind die Liberalen überzeugt. Sowohl für die Menschen, die in dem Quartier wohnen, als auch für die Arbeitnehmer des Einzelhandels und der dort ansässigen Gewerbebetriebe. Eine Kita im Zentrum sei für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sogar zwingend notwendig, erklärt FDP- Mitglied Pascal Mangels.


Das Sanierungsgebiet Vormstegen ist nach Auffassung der Partei prädestiniert für einen großen Kita-Neubau mit Krippenplätzen. Da die Stadt sich schon früher als Bauherr für eine Kita ins Gespräch gebracht habe, liege es nahe, dieses Projekt mit dem weiteren Großprojekt „Rathaus-Neubau“ zu verbinden. Auch in Anbetracht der Bauzeit wäre diese Verknüpfung aus Sicht der Liberalen sinnvoll.


Eine integrierte Kita im Rathaus stelle eine gleichzeitige Fertigstellung sicher und schaffe viele Synergien. Kurze Wege zwischen Kinderbetreuung und Arbeitsplatz - weniger Autoverkehr in der Innenstadt, keine unnötigen Fahrten zur Abholung der Kinder durch die Rathausmitarbeiter – all dies seien positive Aspekte.
Für das Quartier Vormstegen sei es zudem von „sehr großer Bedeutung, dass ein Mix der Generationen entstehe“ und möglichst viele unterschiedliche Einrichtungen die Stadtteilbewohner anzögen.


Die Idee, eine Kita in das Rathaus zu integrieren, habe er bereits auf der jüngsten Sitzung des Fachausschusses zur Diskussion gestellt. Der Vorschlag sei von den Parteien positiv aufgenommen. Die FDP habe sich deshalb für einen schriftlichen Antrag entschieden. Eine Kombination aus Rathaus und Kita wäre „ein Leuchtturmprojekt in Deutschland“, so Mangels.


Auch aus Sicht der Verwaltung ist die Idee nicht abwegig. Allerdings erklärt Bürgermeister Volker Hatje, dass der Bedarf zunächst genau geprüft werden müsse. Dazu soll eine neue Software zum Einsatz kommen. 

 

Holsteiner Allgemeine vom 19. März 2014

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