Zum Dreikönigstreffen in Stuttgart

"Die Wahl in Niedersachsen steht vor der Tür, der Kommunalwahlkampf in Schleswig-Holstein beginnt und die Stimmung innerhalb der FDP ist bundesweit noch schlechter als ihre Umfrageergebnisse. Das zehrt auch in der Region an den Nerven der Liberalen - zumindest beim FDP-Fraktionschef im Elmshorner Rathaus, Jens Petersen. Der hat jetzt in einem Brief an den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, harte Kritik geübt." Elmshorner Nachrichten vom 14.01.2012

Elmshorner Nachrichten vom 14.01.2012

Die Wahl in Niedersachsen steht vor der Tür, der Kommunalwahlkampf in Schleswig-Holstein beginnt und die Stimmung innerhalb der FDP ist bundesweit noch schlechter als ihre Umfrageergebnisse. Das zehrt auch in der Region an den Nerven der Liberalen - zumindest beim FDP-Fraktionschef im Elmshorner Rathaus, Jens Petersen. Der hat jetzt in einem Brief an den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, harte Kritik geübt.

 

Der Elmshorner FDP-Politiker wirft seinem Parteifreund auf Bundesebene vor, sich auf dem Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart parteischädigend geäußert zu haben.

Petersen, der auch wieder für den Pinneberger Kreistag kandidiert, ist derart sauer, dass er den Brief an Niebel, der unserer Zeitung vorliegt, sogar "Mit ärgerlichen Grüßen" unterzeichnet.

Der Elmshorner Liberale und ehrenamtliche Stadtverordnete ist der Meinung, dass vor Wahlen in Personalfragen Ruhe herrschen müsse. Stattdessen habe der Profi-Politiker Niebel durch die öffentliche Kritik an dem FDP-Bundesvorsitzenden und Vizekanzler Philipp Rösler vor der Landtagswahl in Niedersachsen die Wahlchancen der FDP "erheblich beschädigt".

In Petersens Brief heißt es wörtlich: "Mit Verwunderung lese ich die Presseberichte über ihren Auftritt auf dem Dreikönigstreffen in Stuttgart.

Die FDP, die sich für ein einfacheres, niedrigeres und gerechteres Steuersystem einsetzen wollte, profitierte 2009 von einer positiven Grundstimmung für die FDP sowie dem Versprechen den Bürger zu entlasten und den vermeintlichen Stillstand der großen Koalition zu beseitigen. Mit der Übernahme der Regierungsverantwortung, einem schlecht ausgehandelten Koalitionsvertrag und der negativen Umfragewerte für Herrn Westerwelle als Außenminister begann der Abstieg in den Umfragekeller. Guido Westerwelle musste daher im Mai 2011 den Bundesvorsitz an Philipp Rösler abgeben.

Die FDP hat es versäumt, den Menschen Antworten auf Zukunftsfragen zu geben, z. B. gerechter Lohn für geleistete Arbeit sowie Neuausrichtung der Altersversorgung und der Pflegeversicherung.

Vor Wahlen muss in Personalfragen Ruhe herrschen. Die Menschen interessieren sich für Inhalte und nicht Machtkämpfe. Durch die öffentliche Kritik an Philipp Rösler vor der Landtagswahl in Niedersachsen am 20.01.2013 haben Sie die Wahlchancen der FDP erheblich beschädigt und den niedersächsischen Wahlkämpfern vors Schienbein getreten."

Brief vom Fraktionsvorsitzenden Jens Petersen

Guten Tag Herr Niebel,
mit Verwunderung lese ich die Presseberichte über ihren Auftritt auf dem Dreikönigstreffen in Stuttgart.
Die FDP, die sich für ein einfacheres, niedrigeres und gerechteres Steuersystem einsetzen wollte, profitierte 2009 von einer positiven Grundstimmung für die FDP sowie dem Versprechen den Bürger zu entlasten und den vermeintlichen Stillstand der großen Koalition zu beseitigen. Mit der Übernahme der Regierungsverantwortung, einem schlecht ausgehandelten Koalitionsvertrag und der negativen Umfragewerte für Herrn Westerwelle als Außenminister begann der Abstieg in den Umfragekeller. Guido Westerwelle musste daher im Mai 2011 den Bundesvorsitz an Philipp Rösler abgeben.
Die FDP hat es versäumt, den Menschen Antworten auf Zukunftsfragen zu geben, z. B. gerechter Lohn für geleistete Arbeit sowie Neuausrichtung der Altersversorgung und der Pflegeversicherung.
Vor Wahlen muss in Personalfragen Ruhe herrschen. Die Menschen interessieren sich für Inhalte und nicht Machtkämpfe. Durch die öffentliche Kritik an Philipp Rösler vor der Landtagswahl in Niedersachsen am 20.01.2013 haben Sie die Wahlchancen der FDP erheblich beschädigt und den niedersächsischen Wahlkämpfern vors Schienbein getreten.
Mit ärgerlichen Grüßen

Jens Petersen