Gründung des Forums für Menschen mit Migrationshintergrund

Am 23.08.2012 wurde das Forums für Menschen mit Migrationshintergrund gegründet. Bereits die Forumsgründung war dabei ein voller Erfolg: Ein voller Kollegiumssaal und viele, die direkt dem Forum beigetreten sind.

Auch der Vorstand zeigt die vielfältige Aufstellung des Forums: 6 Vorstandsmitglieder mit 6 Nationalitäten - Spanien, Estland, Türkei, Rußland, Griechenland, Georgien.

Das Forum und die Mitglieder sind ein Gewinn für Elmshorn, weil sie sich hier engagieren!

Rede von Brigitte Schrammeck, Vorsitzender des Ausschusses für Gleichstellung, Soziales und Sicherheit:

"Gründung des Forums für Menschen mit Migrationshintergrund

Auch ich sage ein herzliches Willkommen hier im Elmshorner Rathaus und freue mich, dass es heute gelingen wird, das Forum zu gründen und arbeitsfähig zu machen.


Als ich am letzten Freitag im Landeshaus bei der Abschlussveran-staltung des Partizipationsprojektes zwei große Tafeln entdeckte, fand ich bemerkenswert, dass Menschen auf die Frage – wonach haben Sie Heimweh haben  – unter anderem geschrieben haben:


Freunde, Pfirsichbäume, Sprache, Kultur …


und die Frage, was Ihnen an Deutschland gefällt – wurde beantwortet mit:


Freiheit, Rechtssystem, Selbstverwirklichung, Bildungsmöglichkeiten, Gleichheit und Entwicklungsmöglichkeiten…


In Elmshorn sind etwa 100 verschiedene Nationalitäten zuhause – diese Vielfalt, diesen Schatz an Erfahrung, Kultur und Persönlichkeiten gemeinsam zu nutzen, deshalb sind wir heute hier zusammengetroffen. Ich darf Ihnen im Namen aller im Stadtverordnetenkollegium vertretenen Fraktionen versichern, dass es der erklärte Wunsch aller ist, dass das Forum gegründet und arbeitsfähig gemacht wird.


Im Jahre 2009 haben etwa 70 Elmshorner Bürgerinnen und Bürger verschiedener Nationalitäten das Integrationskonzept der Stadt  entwickelt. Es wurde durch die Gremien der Stadt genehmigt. Die Gründung eines Forums wurde darin gefordert und nach der Besetzung der Stelle einer Integrationskoordinatorin durch Frau Tekleab wurde mit den Vorarbeiten dafür begonnen.


Ich will Sie nicht mit der gesamten Historie belasten – nur so viel : erst kam das Partizipationsprojekt ( in dem Migrantinnen und Migranten zu vielfältigen Themen geschult wurden und somit in die Lage versetzt wurden, als Multiplikatoren zu fungieren) – das hat noch einmal Mut und Schwung gegeben; dann folgten Arbeitsgruppensitzungen, die die Satzung erarbeiteten, der Ausschuss für Gleichstellung, Soziales und Sicherheit hat diese einstimmig empfohlen und das Stadtverordneten-Kollegium hat diese endgültig am 21.Juni diesen Jahres wiederum einstimmig beschlossen.


Gegenüber der Verwaltung, in den entsprechenden Ausschüssen und im Kollegium werden wir dem Forum die Möglichkeit geben,  Anregungen und Wünsche vorzutragen, Ihnen Gehör zu geben.


Um nicht zu viel Zeit verstreichen zu lassen, gab es im Mai  schon die gut  besuchte  Auftaktveranstaltung, zu der Forumsmitglieder aus Flensburg und Lübeck angereist waren und die allen Beteiligten weiter Lust auf die gemeinsame Arbeit gemacht haben.

Für die politischen Verantwortlichen der Stadt ist ganz wichtig, dass alle Nationalitäten die Chance haben, im Forum gehört zu werden und mitarbeiten zu können. Keine Bevölkerungsgruppe soll andere dominieren. Wie das so ist in einer Demokratie – es gilt, Mehrheiten zu finden, aufeinander zuzugehen, hinzuhören und Gemeinsames zu erarbeiten. Wie schwer es manchmal sein kann, aber dass es geht, haben die Teilnehmer des Partizipationsprojektes beim Thema Kommunalpolitik anschaulich erfahren dürfen.


Ich wünsche Ihnen nun auch im Namen der Fraktionen von SPD, CDU, WGE die Grünen und der FDP eine gute - gemeinsame - nachhaltige Arbeit  mit Verständnis füreinander, Erfolg und Überzeugungskraft bei der Umsetzung Ihrer Ideen. Wir möchten, dass Sie nicht nur hier und mit uns leben, sondern auch, dass Sie mitwirken und sich einmischen. Da mache ich 3 Ausrufezeichen!


Mit einem Zitat der Bürgermeisterin möchte ich schließen :
Lassen Sie uns die Potentiale der Vielfalt nutzen und
gemeinsam die Zukunft gestalten."