Stellungnahme zu den Radwegen an der Ansgarstraße

Am 9.5.2011 gab es eine gemeinsame Sitzung der beiden Ausschüsse „Stadtentwicklung und Umwelt“ mit „Stadtwerke und kommunale Dienstleister“. Es sollte ein Konzept verabschiedet werden,  wie in Zukunft eine möglichst unfallfreie Nutzung der Verkehrswege in Elmshorn  gestaltet werden soll. Als Vorbereitung dazu hatte ein Gutachter die Vor- und Nachteile der verschiedene Möglichkeiten erläutert.

Besonders häufig werden Radfahrer durch zwei Umstände in Unfälle verwickelt.

  1. Radfahrer die auf der falschen Seite einen Fahrradweg befahren.
  2. Autofahrer die z.B. von einem Grundstück auf die Straße fahren wollen, stoppen an der Bordsteinkante um zu sehen, ob die Straßenfahrbahn frei ist. Dabei stehen sie auf dem Radweg. Das führt häufig dazu, dass Radfahrer auf das stehende Auto auffahren.


Sobald die Radfahrer auf der Fahrbahnhöhe sind, fahren sie nicht mehr dem Autoverkehr entgegen. Das minimiert Unfälle nach Punkt 1. Die Autofahrer stoppen nun vor dem Radweg, was Unfälle nach Punkt 2 verhindert.

Praktische Erfahrungen in anderen Städten (z.B. Kiel) zeigen seit vielen Jahren, dass die Absenkung der Radwege auf die Höhe der Fahrbahn die Unfallzahlen verringert. Der verständliche, gefühlte Eindruck, dass der Radfahrer ungeschützter ist, wenn er neben den Autos fährt, trifft in der Praxis nicht zu. Kinder bis 10 Jahren sowie Rollstuhlfahrer dürfen grundsätzlich den Gehweg benutzen, für Kinder bis 8  Jahren ist eine Nutzung des Gehweges sogar vorgeschrieben.


Aus Sicht der FDP spricht daher vieles für die Variante 3b. Diese wurde in der Sitzung vom 9.5.2011 mit den Stimmen der FDP beschlossen. Sie bietet allen Verkehrsteilnehmern die ihnen zustehende Sicherheit.

Die FDP wird sich aktiv an der neuen Diskussion um den Ausbau der Ansgarstraße mit der Verwaltung und den Anwohnern beteiligen. Sollten sich dabei neue Erkenntnisse ergeben, die für eine andere Lösung sprechen, so werden wir unsere Entscheidung überdenken.