Rede zum Rathaus

Eine Sanierung des Rathauses kommt für die FDP-Fraktion aus finanziellen Gründen nicht in Betracht, da nach dem von der Firma ukon Umweltkonzepte durchgeführten Variantenvergleich der Abriss und der Neubau des Rathauses für 12,4 Mio. € günstiger ist als eine Vollsanierung ohne Betrieb für 15,6 Mio. € oder eine Vollsanierung mit Teilbetrieb für 17,2 Mio. €.. Das Gebäudemanagement hatte unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Vorgaben und dem wahrscheinlichen Sanierungsbedarf 13,6 Mio. € geschätzt.

Nach dem Sachverständigengutachten vom 14.03.2011 sowie dem am 26.07.2011 erstellten Schadstoffkataster enthalten die verbauten Spanplatten in den Bürotrakten Formaldehyd. Außerdem wurde schadstoffbelastetes Dämmmaterial verwendet oberhalb der abgehängten Decken, zwischen den Trennwänden und für die Rohrisolierungen. Eine Schließung des Rathauses ist nach dem Sachverständigengutachten vom 22.06.2011 nicht erforderlich, weil die festgestellten Konzentrationen zum Zeitpunkt der Messungen erheblich unter den einzuhaltenden Grenzwerten liegen.

 

Bei einer Komplettsanierung (Be- und Entlüftung der Büroräume, Aus-tausch der nicht mehr zeitgemäßen Elektroinstallationen sowie der sanitären Ver- und Entsorgungsleitungen) sind daher umfangreiche Maßnahmen zur Schadstoffsanierung erforderlich. Nach der Entkernung bleibt lediglich die Stahlbetonskelettkonstruktion übrig. Schützenswerte alte Bausubstanz ist somit anschließend nicht mehr vorhanden.

 

Die nach der Brandverhütungsschau erforderlichen Mittel für Brand-schutzmaßnahmen im Rathaus werden zur Verfügung gestellt.

 

Durch den Neubau lassen sich die Ansprüche an eine effiziente Raumnutzung, zufriedenstellende Arbeitsbedingungen, niedrigen Energiebedarf und optimalen Brandschutz zu finanziell vertretbaren Bedingungen umsetzen.

 

Jens Petersen

Fraktionsvorsitzender